Montag, 18. Juli 2016

Sommer, nicht Grippe


Jetzt geht es wieder los: Die Olle [=ich] flucht wie ein Rohrspatz über das Wetter.
Alle haben den Sommer vermisst - ich nicht.
Warum ist das eigentlich so?
Das liegt ein wenig daran, dass ich ein dicker Mensch mit einem kleinen Grad an ästhetischem Emfpinden bin und mich nicht speckrollig in öffentlichen Räumen zeigen möchte, soll heißen:
Keine weißen/kurzen Hosen, keine kurzen Kleider [Kompressionsstrümpfe - wie sähe das aus?!], keine Tops.
Ja, mir ist klar, dass jeder das tragen sollte, was ihm gefällt.
Doch wer einmal von einem Rudel Xanthippen belacht worden ist [oder zwei mal oder drei mal], der überlegt es sich gleich mehrmals, wie er sich so zeigt.

Zum anderen spielt mir meine MS auch ziemlich übel rein.
Wir haben letztens ein tolles Beispiel erlebt, was ich gerne mit euch teilen möchte, denn es ist unheimlich schwer, einem "Außenstehenden" begreiflich zu machen, was die Wärme mit mir anstellt.

Der Herr Brimstone hatte einen Infekt und lag am Wochenende auf der Couch, war schlapp, hatte Gliederschmerzen, wusste sich gar nicht zu helfen.

Ich konnte nur sagen: "Und jetzt stell' dir vor, du hättest das im Sommer - jeden Tag."

Bei den warmen Temperaturen stellt sich mein Körper quer, es ist nicht nur das schwitzen
und "etwas müde sein" an einem warmen Tag.
Es ist die totale Erschöpfung.
Manchmal fällt es mir sehr schwer, einfach nur die Augen offen zu halten oder überhaupt geradeaus zu gucken.
Manchmal werden die Taubheitsgefühle unterhalb der Brust viel stärker.

Was ich für Spinnerei hielt [Ich stelle mich aber auch an! Einfach mal ein wenig zusammenreißen!] hat sogar Namen:
Uhthoff-Phänomen [Wikipedia] und Fatigue [aktiv-mit-ms].

Unsichtbare Symptome.
Welch Quell der Freude.