Samstag, 16. Mai 2015

Schubweise.com


Eine liebe Freundin [Du Schatzi, du!] hat mich auf die Seite www.schubweise.com aufmerksam gemacht, ob ich Pink-Pixel-Paola auf Instagram kennen würde - sie ist Fotografin und betroffen.

Mir war sie nicht bekannt - und nach einem kurzen Stöbern, hat sie mich nun an der Backe. 
Nicht nur, dass ihre Fotos einfach zauberhaft sind [Hochzeiten! Mädchenträume!], ihre Seite bezüglich der MS und der -wohl inzwischen- offensive Umgang damit, machten sie mir so unheimlich sympathisch, dass ich ihr direkt auf so ziemlich allen Kanälen folgte.

Das Projekt Schubweise trägt den Untertitel Über das Leben mit MS und neben ihren eigenen Erfahrungen zeigt Paola in kleinen Porträts andere MS-Betroffene, die von ihrem Leben berichten. 
Dazu gibt es ehrliche Worte und schöne Fotos.

Unheimlich interessant und wahnsinnig spannend - ich habe direkt alle Blogbeiträge verschlungen.


Samstag, 2. Mai 2015

[blubb] Lächle, du kannst sie nicht alle töten!


...letztens bin ich im Bad umgefallen:

Nach dem Duschen wollte ich meine Hose anziehen, mein Bein wollte aber nicht in das eigene Hosenbein, sondern gesellte sich munter zu dem bereits im Hosenbein befindlichen Bein.
Ich verlor das Gleichgewicht und bin richtig schön mit dem Oberschenkel auf einen Hocke gefallen und habe mir den Fuß mächtig verdreht.
Hätte schmerzhaft sein können.
War es nicht, da meine Beine im Moment wieder extrem taub sind.
Wenn ich jemandem die Story erzähle, lache ich und wackel die Posen vor. Es war wie in einem Cartoon. In Zeitlupe kam die Ecke des Hockers auf mich zu und ich dachte nur: 
"Fuck! Wenn du dir jetzt selbst den Fuß brichst, merkst du es noch nicht einmal!"
Ja, ich kann dann lachen. 
Ich muss dann lachen.
Viele Situation mit tauben Beinen sind einfach so absurd, dass mir nichts anderes übrig bleibt, als zu lachen.
Wenn dein Körper auf einmal nicht mehr völlig unter deiner Kontrolle ist und manchmal auch ein gewisses Eigenleben entwickelt - was willst du denn auch machen, als zu lachen?
Manchmal weine ich, weil alles so auswegslos erscheint. 
Doch ich finde es viel wichtiger, hier auch zu vermitteln, dass ich darüber lachen kann.
[Dass ich im Fitness-Studio über ein Gerät gefallen bin, hatte ich ja schon erwähnt, die anderen wissen ja nicht, was mit mir ist, die sehen nur die kleine Dicke fallen, doch ich bekomme mich vor Lachen über meine eigene Dussligkeit nicht mehr ein.]

Manchmal, wenn ich von meinen Unfällen erzähle, wird ganz betroffen oder pikiert geschaut. 
Das befremdet mich wiederum. 
Jeder kann davon erzählen, wie er irgendeine Tollpatschigkeit begeht, doch wenn mir etwas auf Grund der Krankheit [und meiner eigenen Dussligkeit] geschieht, dann ist es zum Atem anhalten?
Ich bitte euch.

Am Dienstag ist MRT-Termin, dafür bitte ich um Daumendrücken - und um ein Lächeln, denn den Atem halte ich schon genug an.